Sprechstück für drei Stimmen und einen Chor
Collage mit Texten von Friedrich Engels, Richard Euringer und eigenen Fragmenten
Klangzentrierte Videoarbeit, 2026, 1:47 Min.
(Textfassung 2025)
„Der verschwundene Blick“ ist eine klangzentrierte Videoarbeit für drei Stimmen und einen Chor. Sie verbindet neu eingesprochene Texte von Friedrich Engels, Richard Euringer und eigene Fragmente zu einer mehrstimmigen Klangkomposition. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie sich Blick und Gegenblick im öffentlichen Raum heute erfahren lassen.Texte von Friedrich Engels zur urbanen Entfremdung treten in Spannung zu Passagen aus Richard Euringers Hörtext „Deutsche Passion“ (1933). Zwischen analytischer Beobachtung und ideologisch aufgeladener Beschwörung entsteht ein akustischer Raum, in dem Nähe, Masse und Vereinzelung zugleich erfahrbar werden.
Die drei Stimmen sind als räumliche Ebenen organisiert. Der Chor markiert eine fragile Gegenbewegung.
Die Collage versteht sich nicht als Kommentar, sondern als Konstellation.
Entstehung
Ausgangspunkt dieser Videoarbeit bildete der Text “Der verschwundene Blick”.
Credits
Konzept, Texte, Montage und Video: Marina Sosseh
Stimmen:
Masaite Sosseh – Friedrich Engels
Badou Sosseh – Richard Euringer
Marina Sosseh – eigene Texte
Quellen
Marx/Engels, Werke, Bd. 2, Dietz Verlag Berlin 1962, S. 257
Euringer, Richard: Deutsche Passion, erschienen 1933 im Gustav W. Roeder Verlag Leipzig/Innsbruck, S. 28
