Is – Ur -Man
Ausschnitte
Kunst, Kultur und Erkundungen – in die Tiefe geschaut

Markus Sittikus war von einer Schwermut geplagt, die wir heute wohl als Depression bezeichnen würden. Sein “sakraler Park” der Einkehr und Buße ist leider nicht mehr erhalten, sein Konterpart, die lustvollen Wasserspiele, lassen sich in einer empfehlenswerten Führung erleben.
Ernst Fuchs seine phantastischen Malereien und Skulpturen gingen in Resonanz mit mir, obwohl ich natürlich auch wahrnahm, dass deren schwelgerisch-barocken Üppigkeit die Grenzen zwischen genialem Mystizismus und hedonistischer Kitschkultur verschwimmen ließen und so eine Ambivalenz zur Schau trugen, auf die ja auch schon die “Fortuna” hinwies. Verstört musste ich feststellen, dass ich – dessen ungeachtet – am künstlerischen Environment Gefallen fand.
In der Nähe vom Schloss Mirabell befindet sich der Zwergelgarten, der mich, vollkommen unvorbereitet wie ich durch Salzburg streifte, überrascht hat. Überall stehen Statuen von kleinwüchsigen Menschen. Dies war eine Skurilität, die ich zuerst nicht zuordnen konnte. Schnell jedoch war ich angetan von den Figuren, die verspielt-komisch wirkten, ohne dabei vollends in das Groteske abzugleiten und die kleinwüchsige Menschen, die im Barock Teil der Hofgesellschaft waren, ehrte.
Die Reichserntedankfeste gehörten zu den größten Massenveranstaltungen der NSDAP, um so erstaunlicher war es für mich, dass sich bei meinem Besuch im Jahre 2014 auf dem Gelände der Reichserntedankfeste außer einem Schild zur Flora und Fauna, dort keine einzige Erklärungstafel fand. Wer nicht um den Ort Bescheid wusste, der ging achtlos daran vorbei.
Ein letzter Ausflug, bevor die um sich greifende Pandemie das öffentliche Leben eingestellt hat, führte mich erst nach Fürstenberg und dann nach Bad Karlshafen. Beide …
Letzten Sommer hat es mich u.a. nach Wien verschlagen. Anlass war das alljährlich stattfindene Impulstanzfestival. Germaine Acogny war dort mit Workshops vertreten, was Grund genug für mich war, die Reise nach Wien einzuschlagen.
Giorgio de Chiricos Bilder sind sicherlich bildnerisches Allgemeingut. Auch wenn nicht jeder den Name Giorgio de Chirico gehört haben mag, haben sich seine leeren Stadtansichten, die mit ihren verloren wirkenden Gliederpuppen (Manichini) kulissenhaft wirken, in das ikonographische Gedächtnis von Kunstinteressenten eingebrannt.
In dem Buch von Peter Dawkins “Wahrheiten aus dem Urgrund ewiger Freude” (*) veranschlagt der Autor die europäische Herzlinie, längs des 9. Längengrades, von Tunis …
Viele Menschen beginnen jedes neue Jahr mit Vorsätzen und Plänen. Sportliche Trainingspläne stehen dabei ganz oben in der Skala der Beliebtheit. Deren Nutzen möchte ich auch nicht in Abrede stellen, frage mich aber, wie unsere Gesellschaft ausschauen würde, wenn wir, genauso wie wir 30 Minuten Muskelaufbautraining 3 x pro Woche oder regelmäßigen Waldlauf versuchen in den Tagesablauf unserer hektischen Zeit zu pressen, genauso Zeit für einen Gedankenaustausch auf philosphischer Ebene, eine Lektürestunde oder eine Gedichteschmiede einräumen würden? Wie wäre es, wenn wir dabei nicht auf messbare Resultate der Selbstoptimierung schielen würden und uns stattdessen dem freudvollen Spiel überlassen würden, denn, wie schon Schiller sagte: Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.