17. April 2026

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Das künstlerische Stelldichein

Viele Menschen beginnen jedes neue Jahr mit Vorsätzen und Plänen. Sportliche Trainingspläne stehen dabei ganz oben in der Skala der Beliebtheit. Deren Nutzen möchte ich auch nicht in Abrede stellen, frage mich aber, wie unsere Gesellschaft ausschauen würde, wenn wir, genauso wie wir 30 Minuten Muskelaufbautraining 3 x pro Woche oder regelmäßigen Waldlauf versuchen in den Tagesablauf unserer hektischen Zeit zu pressen, genauso Zeit für einen Gedankenaustausch auf philosphischer Ebene, eine Lektürestunde oder eine Gedichteschmiede einräumen würden? Wie wäre es, wenn wir dabei nicht auf messbare Resultate der Selbstoptimierung schielen würden und uns stattdessen dem freudvollen Spiel überlassen würden, denn, wie schon Schiller sagte: Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Die Highlands im Regen

Im Abertarff House zeigte mir ein sehr freundlicher Herr den dort befindlichen Kamin, an dessen Übermittelung sich die früheren Besitzer verewigt hatten. Solche kleinen Begegnungen sind das, was mich immer wieder dazu bewegt, die Beschwernisse von Reisen auf mich zu nehmen. Reisen durchbrechen die Statik des betonierten Alltags, konfrontieren uns mit neuen Erfahrungen und eröffnen uns so neue Möglichkeiten des Wachstums.